Betrieb&Gewerkschaft

Sozialer Arbeitsmarkt muss mehr Langzeitarbeitslose in Arbeit bringen

„Die offizielle Arbeitslosenquote liegt im April bei 5,0 Prozent. Ohne Tricks sind 3 Millionen Menschen, also rund 692.000 Personen mehr als die Quote angibt, tatsächlich arbeitslos. Nicht statistisch gezählt werden beispielsweise Kranke, viele über 58-Jährige in Hartz IV und Leute, die ein Bewerbungstraining oder eine berufliche Weiterbildung machen. Das ist Schönrechnerei“, kommentiert Jessica Tatti, arbeitsmarkt- und sozialpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, die heute veröffentlichten Arbeitslosenzahlen der Bundesagentur für Arbeit. Tatti weiter:

„Nicht als verdeckt arbeitslos zählt die Fraktion DIE LINKE diejenigen, deren Arbeitsstellen von der Arbeitsagentur oder den Jobcentern ganz oder teilweise gefördert werden, wie etwa durch den Gründungszuschuss oder die ‚Teilhabe am Arbeitsmarkt‘. Das ist eine sehr sinnvolle Förderung, denn so können die Jobcenter Arbeitsplätze statt Arbeitslosigkeit finanzieren. Langzeitarbeitslose Menschen leben dann von ihrer Hände Arbeit, bekommen Gehalt auf Basis des gesetzlichen Mindestlohns, anstatt Hartz IV zu beziehen. Ganzen Beitrag lesen »

Einmalzahlung reicht nicht aus, um gestiegene Energiekosten auszugleichen

Pressemitteilung von Jessica Tatti08. April 2022

„Die Forderungen von Erwerbslosengruppen und der Nationalen Armutskonferenz nach vollständiger Übernahme der Kosten für Strom und Heizung in Hartz IV und Sozialhilfe sind dringend notwendig. Weder beim Heizen, noch beim Strom oder bei den Lebensmitteln kann einfach so gespart werden. An diesen lebensnotwendigen Ausgaben kommt niemand vorbei“ , erklärt Jessica Tatti, arbeitsmarkt- und sozialpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, anlässlich der heutigen Pressekonferenz von Erwerbslosengruppen und Nationaler Armutskonferenz zur steigenden Energiearmut. Tatti weiter:

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Langzeitarbeitslosigkeit verfestigt sich – zielgenaue Unterstützung erforderlich

„Die offizielle Arbeitslosenquote liegt im Februar bei 5,3 Prozent, das entspricht in etwa 2,4 Millionen Menschen. Lässt man die statistischen Tricks jedoch beiseite, sind es 3,2 Millionen Menschen, die in Deutschland tatsächlich arbeitslos sind. Erfreulich ist, dass sich die Zahl der gemeldeten Stellenausschreibungen wieder auf Vor-Corona-Niveau erholt hat. Das gibt Hoffnung auf eine leichte Entspannung am Arbeitsmarkt – allerdings nicht für die Menschen, die schon länger arbeitslos sind. Der Anteil der Langzeitarbeitslosen macht nun besorgniserregende 40 Prozent aus. Das ist ein Anstieg um 10 Prozentpunkte bzw. um 37 Prozent im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie (März 2020)“, kommentiert Jessica Tatti, arbeitsmarkt- und sozialpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, den aktuellen Monatsbericht der Bundesagentur für Arbeit. Tatti weiter:
„Hauptursache dafür ist, dass Langzeitarbeitslose seltener aus der Arbeitslosigkeit herauskommen: Die meisten Austritte aus der Arbeitslosigkeit führen sie nicht in die Erwerbsarbeit (12 Prozent), sondern wesentlich häufiger in Rente oder längere Krankheitszeiten (knapp 50 Prozent). Besonders häufig sind ältere Arbeitnehmer sowie Menschen ohne abgeschlossene Berufsausbildung langzeitarbeitslos.
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Selten war die Gefahr so groß, keine neue Arbeit zu finden

„Der Bericht der Arbeitsagentur zeigt nur begrenzt, was sich gerade am Arbeitsmarkt abspielt. Denn in den offiziellen Zahlen tauchen viele Erwerbslose überhaupt nicht auf: Corona-bedingte Jobverluste von Minijobberinnen und Solo-Selbständigen in der Gastronomie, im Veranstaltungsgewerbe oder in Kunst und Kultur zählen nicht in die Arbeitslosenstatistik. Ohne statistische Tricks sind derzeit tatsächlich 3,2 Millionen Menschen arbeitslos“, kommentiert Jessica Tatti, arbeitsmarkt- und sozialpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, den aktuellen Monatsbericht der Bundesagentur für Arbeit. Tatti weiter: Ganzen Beitrag lesen »

Verhandlungen bei Walter AG gescheitert – Politiker kritisieren Verhalten der Arbeitgeber

23. Januar 2022  Betrieb&Gewerkschaft

Bericht von rtl1:

Die Verhandlungen über einen Interessenausgleich und Sozialplan für die Beschäftigten der Walter AG am Produktionsstandort Tübingen hat die Arbeitgeberseite für gescheitert erklärt.

Das teilt die IG Metall mit. Die Konzernleitung will in Tübingen 108 Arbeitsplätze abbauen und nach China verlegen.

In den Verhandlungen habe der Arbeitgeber versucht, dem Betriebsrat eine sogenannte Namensliste abzuzwingen und mit ernsthaften Konsequenzen gedroht. Der Betriebsrat habe der Drohung nicht nachgegeben. Eine Namensliste von zu kündigenden Beschäftigten hätte zur Folge, dass die Betroffenen keine Möglichkeit hätten, sich gegen eine Kündigung vor dem Arbeitsgericht zu wehren. Ganzen Beitrag lesen »

»Der Regelsatz reicht schon heute nicht aus«

Inflation bringt Beziehende von Sozialleistungen in Existenznot. Ampelparteien verweigern notwendige Anpassung. Ein Gespräch mit Jessica Tatti in der Jungen Welt:

Die Linke hat den Bundestag aufgefordert, bei der jährlichen Anpassung der Hartz-IV-Sätze zumindest die Preissteigerung bei Lebensmitteln und anderen Grundbedarfen auszugleichen. Der Antrag mit dem Titel »Existenzminimum sichern – Inflationsausgleich bei Regelsätzen garantieren« wurde von allen anderen Parteien abgelehnt, die AfD enthielt sich. Welche Folgen hat das? Ganzen Beitrag lesen »

Linken-Abgeordnete wollen Minijobber in Arbeitslosenversicherung aufnehmen

10. Dezember 2021  Betrieb&Gewerkschaft, Presseecho

Die Linken-Bundestagsabgeordnete Jessica Tatti hat eine Aufnahme von Minijobbern in die allgemeine Arbeitslosenversicherung gefordert. Minijobber seien die Verlierer der zurückliegenden Corona-Wellen gewesen, weil sie kein Kurzarbeitergeld in Anspruch hätten nehmen können.

„Minijobberinnen und -jobber, Selbstständige und Freiberufler wurden weitgehend im Stich gelassen“, sagte Tatti am Montag. „Grundsätzlich müssen alle Erwerbstätigen, auch Selbstständige und Minijobber, über die Arbeitslosenversicherung gesichert werden“, forderte sie. Zudem bedürfe es einer staatlichen Überbrückungshilfe, die die elementaren Lebenskosten abdecke.

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Nach Mindestlohn-Urteil zur 24-Stunden-Pflege wächst der Druck zum Handeln

27. Juni 2021  Betrieb&Gewerkschaft, DIE LINKE

Die Heilbronner Stimme berichtet über die Auseinandersetzung zur häuslichen 24-Stunden-Betreuung. Jessica Tatti (DIE LINKE) fordert das die Pflegeversicherung zur Vollversicherung wird. Hier der Artikel:

„Berlin  Der Mindestlohn gilt auch für Bereitschaftszeiten bei der Betreuung daheim, urteilte das Bundesarbeitsgericht. Nun debattiert die Politik über die Folgen. Linken-Politikerin Jessica Tatti sagt: Würdige Pflege für alle im Alter muss Realität werden. Heike Baehrens (SPD) mahnt einen Ordnungsrahmen für Dienstleistungsagenturen an, Karin Maag (CDU) sieht Anpassungsbedarf bei den Arbeitszeiten. Ganzen Beitrag lesen »

„Wenn selbst ein Vollzeitjob nicht vor Armut schützt“

Jessica Tattis Anfrage an die Bundesregierung zur Diskrepanz zwischen Mindestlohn und Lebensstandard wird in der Badischen Zeitung benannt. „Wenn selbst ein Vollzeitjob nicht vor Armut schützt, läuft etwas gewaltig schief“, sagt die für den Wahlkreis Reutlingen abgeordnete Politikerin unserer Zeitung. „Der gesetzliche Mindestlohn muss ein Leben ohne Hartz IV ermöglichen. Deshalb ist es dringend notwendig, diesen auf mindestens zwölf Euro anzuheben.“ Den ganzen Artikel gibt es hier:

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„Für die Arbeitgeber rechnet sich das“ – Anfrage von Jessica Tatti zu Überstunden

„Trotz Corona-Pandemie haben die Beschäftigten in Deutschland im vergangenen Jahr 1,67 Milliarden Überstunden geleistet. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervor. Zwar ist die Zahl der Überstunden im Vergleich zum Vorjahr gesunken, wie aus den vom Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung stammenden Daten hervorgeht.“

Auch das ZDF berichtet zu einer Anfrage von Jessica Tatti und berichtet hier darüber.